Cheerleading ABC

Was ist Cheerleading?

 

Cheerleading-Choreographien, sogenannte Routines, die bei Auftritten und Meisterschaften präsentiert werden, umfassen 7 Bestandteile: Stunts, Pyramiden, Baskettosses, Tumbling, Jumps, Dances und Chants/Cheers. Diese Elemente werden beliebig kombiniert und auf passende Musik abgestimmt. So bilden sie ein mehrminütiges Programm, das bei Auftritten das Publikum unterhalten soll bzw. auf Cheerleading-Meisterschaften von einer Jury nach Schwierigkeit und Sauberkeit mit Punkten bewertet wird. Im Einzelnen definieren sich die Bestandteile wie folgt:

Stunt: Hebefigur, die von zwei bis fünf Cheerleadern ausgeführt wird. Das Präsentieren verschiedener Stunts und deren möglichst kreative Verbindung bildet das Herzstück einer Cheerleading-Performance. Eine Person, Flyer genannt, wird von anderen auf den Handflächen getragen und zeigt verschiedene Figuren. Die Personen, die am Boden stehen und den Flyer heben, werfen und fangen, sind die Bases. Unterschieden wird zwischen einem Paar, bestehend aus einem Flyer und einer Base (=Partnerstunt) und einer Gruppe, bestehend aus einem Flyer und 3-4 Bases (=Groupstunt). Zur Absicherung und Vermeidung von Verletzungen wird jeder Stunt von einem Spotter begleitet. Dieser ist nicht aktiv involviert, sondern steht hinter dem Stunt, um im Ernstfall einzugreifen und den Flyer beim Sturz (=Drop) aufzufangen.

Pyramide: mehrere Stunts, die zu einem größeren Gesamtbild zusammengesetzt werden. Die Anzahl der beteiligten Personen ist unbegrenzt und die Höhe kann bis zu 3-4 Körperlängen betragen.

Baskettoss: Wurf-Figur, bei der der Flyer von 3-4 Bases mehrere Meter in die Höhe geworfen wird, im Flug ein turnerisches Element ausübt (z.B. Salto, Schraube) und anschließend wieder gefangen wird.

Tumbling: Elemente des Bodenturnens, die während der Routine von einzelnen oder allen Teammitgliedern gezeigt werden. Der Schwierigkeitsgrad reicht von relativ einfachen Übungen (Radschlag, Bogengang) bis hin zu sehr anspruchsvollen und trainingsintensiven Turnelementen (Handstandüberschlag, Flickflack, Salto, Schraube usw.).

Jumps: Sprünge, die am Boden ausgeführt werden und bei denen die Beine in verschiedene Positionen hochgezogen werden. Je nach Schwierigkeitsgrad erfordern sie viel Übung, gute Dehnung und Sprung- & Muskelkraft.

Dance: Tanz, der aus schnellen, exakten und synchronen Bewegungen (=Motions) besteht. Manchmal werden dabei Pompons eingesetzt, um die Tanzschritte zu unterstreichen. Wichtig beim Dance ist der sogenannte Spirit, also der Ausdruck in Gestik und Mimik, der dem Publikum Freude und Spaß vermitteln soll.

Chant/Cheer: Anfeuerungsrufe, kombiniert mit tänzerischen Bewegungen oder Stunts. Ein Chant besteht meist aus 4-8 Worten und wird 3x wiederholt. Beim Cheer ist die Länge beliebig, der Text wird nicht wiederholt.